Jahrg. 17, Nr. 19, Januar 2010

Das Jahr 2008 brachte für die Branche der technischen und FuE-Dienstleistungen - die Ingenieur- und Architekturbüros, technische Labore und auf die Durchführung von FuE spezialisierte Unternehmen umfasst - einen Umsatzzuwachs von rund 6% und weiter steigende Beschäftigungszahlen. Das noch günstige wirtschaftliche Umfeld schlug sich auch in den Innovationsaktivitäten nieder. Die Innovatorenquote - das ist der Anteil der Unternehmen mit neuen Produkten und Prozessen - stieg 2008 in beiden Teilbereichen der Branche um 3 Prozentpunkte an und erreichte im Branchenmittel einen Wert von 56%. Die Innovationsaufwendungen blieben 2008 mit 2,68 Mrd. € leicht unter dem Vorjahreswert. Die Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) fiel im Berichtsjahr auf 7,0% ab, was im Branchenvergleich dennoch ein sehr hoher Wert ist. Der Umsatzanteil, der mit neuen Produkten erzielt wurde, stieg im Jahr 2008 auf 12,8% an, nachdem er 2007 noch unter 10% lag. In der Teilbranche FuE-Dienstleistungen wurde der Umsatzbeitrag von Produktinnovationen auf 29% erhöht, in der Teilbranche Ingenieur- und Architekturbüros sowie technische Labore nahm er auf 11% zu. Prozessinnovationen trugen auf der Kostenseite zu Einsparungen von durchschnittlich 2,4% bei, wobei auch hier die FuE-Dienstleistungen mit einer Kostensenkung von 5,8% einen deutlich höhere Innovationserfolg erzielen konnten als Ingenieur-Architekturbüros und technische Labore (2,0%). Traditionell wichtiger als Prozessinnovationsergebnis sind jedoch Qualitätsverbesserungen. Durch sie konnte der Umsatz 2008 um 3,8% gesteigert werden. Für 2009 und 2010 planen etwas weniger Unternehmen mit Innovationsaktivitäten. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2009 auf 65% (nach 69% in 2008) fallen und 2010 weiter auf 60% fallen. Die Innovationsaufwendungen sollen dagegen in beiden Jahren leicht steigen und 2010 über 2,8 Mrd. € erreichen.