Jahrg. 17, Nr. 16, Januar 2010

Die Mediendienstleistungen umfassen Druckereien und Verlage sowie die Filmindustrie (inkl. Kinos) und den Rundfunk. Die Branche sieht sich auch 2008 wie seit vielen Jahren dem steigenden Druck durch den wachsenden Einfluss des Internets ausgesetzt. Ebenso wirkte sich die weltweite Finanzkrise negativ auf das Wachstum in der Branche aus. Insbesondere die Filmproduktions- und Rundfunkunternehmen versuchten, dieser Entwicklung mit verstärkten Innovationsbemühungen entgegen zu treten, während die Innovatorenquote der Druckereien und des Verlagswesens im Jahr 2008 merklich abnahm. Der Anteil der mit Innovationen erfolgreichen Unternehmen blieb im Branchenmittel bei 51% stabil. Die Innovationsaufwendungen stiegen im Jahr 2008 weiter deutlich an und erreichten mit 2,61 Mrd. €. einen neuen Rekordwert. Für 2009 und 2010 ist jedoch mit einem starken Einbruch zu rechnen, insbesondere in der Film- und Rundfunkbranche. Die Innovationsbudgets der Mediendienstleistungen sollen 2009 auf 2,02 Mrd. € reduziert und 2010 um weiter 90 Mio. € verringert werden. Produktinnovationen haben für die Mediendienstleistungen eine steigende Bedeutung. 2008 gingen 12,4% des Branchenumsatzes auf Produktneuheiten zurück (2007: 11,8%). Der Beitrag von Prozessinnovationen zum Branchenerfolg ist mit einer durchschnittlichen Kosteneinsparung von 2,6% und einem Umsatzanstieg durch Qualitätsverbesserungen von 1,3% geringer. Der Anteil der forschenden Unternehmen nahm 2008 wieder signifikant auf 26% zu. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen wird 2009/10 im Vergleich zu 2008 vermutlich leicht sinken. Nach einer Innovationsbeteiligung von 54% in 2008 planen für 2009 nur mehr 50% der Unternehmen, Innovationsaktivitäten durchzuführen. Für 2010 sinkt diese Quote weiter auf 44%.