Jahrg. 17, Nr. 8, Januar 2010

Nach einem starken Jahr 2007 mit hohen Umsatz- und Produktionszuwächsen konnte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau auch 2008 noch einmal zulegen. Der Branchenumsatz stieg im fünften Wachstumsjahr in Folge und erreichte einen neuen Rekordwert von über 275 Mrd. €. Parallel dazu nahmen auch die Innovationsaufwendungen des Maschinen- und Anlagenbaus weiter auf 12,76 Mrd. € zu. Der Anteil der Innovationsaufwendungen am Umsatz betrug wie im Vorjahr 4,6%. Uneinheitlich tendierte die Innovatorenquote, d.h. der Anteil der Unternehmen, die Produkt- oder Prozessinnovationen eingeführt haben. Sie blieb im Berichtsjahr im Branchenmittel bei 68% stabil, verzeichnete jedoch in der Teilbranche Maschinenbau einen Anstieg von 75% (2007) auf 77% in 2008. Mit einem durch Produktneuheiten generierten Umsatzanteil von 28% (+3 Prozentpunkte gegenüber 2007) lag der Maschinen- und Anlagenbau im Jahr 2008 im Branchenvergleich auf dem dritten Rang. Die prozessseitigen Innovationserfolge (Kostensenkungen, Qualitätsverbesserungen) waren 2008 dagegen leicht rückläufig. Sinkende Auftragseingänge wirkten sich jedoch negativ auf die geplanten Innovationsaktivitäten der Branche aus, die im Maschinen- und Anlagenbau besonders auf die spezifischen Wünsche der Kunden ausgerichtet sind. Die Planungen gingen für 2009 von einem Rückgang der Innovationsaufwendungen auf 11,1 Mrd. € aus. Für 2010 sind Innovationsbudgets von insgesamt 10,8 Mrd. € vorgesehen. Für das Jahr 2009 beabsichtigten 58% und für 2010 nur noch 55% der Unternehmen, Innovationsaktivitäten durchzuführen. Der Anteil der Unternehmen, die keine Innovationsaktivitäten für die Folgejahre geplant haben, liegt mit 39% (2009) und 42% (2010) deutlich höher als der Anteil der Unternehmen, die 2008 nicht innovativ tätig waren (29%).