Jahrg. 17, Nr. 10, Januar 2010

Die Wirtschaftskrise hat den Fahrzeugbau im Jahr 2008 früher und heftiger getroffen als andere Branchen. Dennoch konnte die Position als eine der innovations- und forschungsintensivsten deutschen Branchen bestätigt und weiter ausgebaut werden. Die Innovatorenquote - das ist der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder Prozesse eingeführt haben - stieg um 8 Prozentpunkte auf 75%. Während der Anteil der Unternehmen mit kostensenkenden Prozessinnovationen auf 32% stark zunahm, blieb der Anteil der Unternehmen mit Marktneuheiten bei 26% stabil. Mit Innovationsausgaben von 36,5 Mrd. € (+3,8 Mrd. € bzw. +11,7 % gegenüber 2007) lag der Fahrzeugbau ebenso an erster Stelle im nationalen Vergleich wie mit einer Innovationsintensität (Innovationsausgaben in % des Umsatzes) von 8,4% (2007: 8,0%). Mehr als die Hälfte des Branchenumsatzes - genau 51,5% - erzielten die Unternehmen mit Produktneuheiten. Auch mit diesem Ergebnis lag der Fahrzeugbau 2008 mit großem Abstand vor allen anderen Branchen. Allerdings war der Produktinnovationserfolg in den Vorjahren noch höher ausgefallen. Die Kostensenkungen, die durch Prozessinnovationen erreicht wurden, erhöhten sich auf 6,8% (2007: 5,8%). Qualitätsverbesserungen führten zu einem Umsatzanstieg von 5,6% (2007: 4,4%). Im Berichtsjahr betrieben 52% der Unternehmen intern FuE, das sind um 9 Prozentpunkte mehr als 2007. 28% der Fahrzeugbauunternehmen betrieben kontinuierlich FuE. Für 2009 sehen die Planungen einen Rückgang der Innovationsaufwendungen auf 34,3 Mrd. € vor, der vor allem niedrigeren Investitionen in neue Produktionstechnologien geschuldet sein dürfte. 2010 ist wieder ein Zuwachs auf 35,2 Mrd. € geplant. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte im Jahr 2009 deutlich auf rund 62% und 2010 weiter auf 60% fallen.