Jahrg. 17, Nr. 9, Januar 2010

Das Jahr 2008 war das fünfte Wachstumsjahr in Folge für die deutsche Elektroindustrie. Trotz der 2008 bereits schwelenden Finanz- und Wirtschaftskrise zählte die Elektroindustrie wie im Vorjahr zu den innovativsten und investitionsfreudigsten Branchen in Deutschland. Die Innovationsbeteiligung stieg weiter an und die Innovationsaufwendungen nahmen kräftig zu. Die Innovatorenquote - das ist der Anteil der Unternehmen mit Produkt- oder Prozessinnovationen - stieg im Berichtsjahr um 5 Prozentpunkte auf 79%. Damit liegt die Elektroindustrie im Branchenvergleich hinter der Chemie- und Pharmaindustrie auf dem zweiten Rang. Die Innovationsaufwendungen stiegen um 8% auf 16,2 Mrd. €, wobei 9,5 Mrd. € auf den Teilbereich der Elektronik/Messtechnik/Optik und 6,7 Mrd. € auf die Elektrotechnik entfielen. Mit einer Innovationsintensität (Anteil der Innovationsaufwendungen am Umsatz) von 7,2% erreichte die Elektroindustrie den zweithöchsten Wert im Branchenvergleich hinter dem Fahrzeugbau. 2008 betrieben 68% der Unternehmen in der Branche Forschung und Entwicklung, gegenüber 63% im Vorjahr. Der mit Produktneuheiten generierte Umsatzanteil lag 2008 bei 41% und damit um 2 Prozentpunkte höher als 2007. Dies unterstreicht die nach wie vor hohe Bedeutung von Innovationen für den Unternehmenserfolg in der Branche. Der Rationalisierungserfolg durch Prozessinnovationen (Verringerung der durchschnittlichen Stückkosten) ging allerdings merklich auf nur mehr 5,5% zurück. Für 2009 gingen die Unternehmen von stark rückläufigen Innovationsaufwendungen aus (14,6 Mrd. €). Für 2010 ist ein weiterer Rückgang auf 14,4 Mrd. € geplant. Der Anteil der innovativ tätigen Unternehmen dürfte 2009 im Vergleich zum Vorjahr bei 79% stagnieren. Für das Jahr 2010 ist mit einem leichten Rückgang zu rechnen.