Jahrg. 17, Nr. 20, Januar 2010

Die wirtschaftliche Entwicklung der Beratungs- und Werbebranche im Jahr 2008 war eher uneinheitlich. Während die Beraterbranche zweistellige Umsatzsteigerungen verbuchen konnte, gingen die Umsätze der Werbebranche leicht zurück. Die Entwicklung der Innovationsaktivitäten war dem uneinheitlichen wirtschaftlichen Umfeld entsprechend gespalten. Die Innovatorenquote - das ist der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte oder neue Prozesse eingeführt haben - ging leicht um etwa einen Prozentpunkt auf 39% zurück. Für 2009 waren die Unternehmen der Beratungs- und Werbebranche im Hinblick auf ihre Innovationsbereitschaft wieder zuversichtlicher. Der Anteil der innovativen Unternehmen dürfte 2009 auf über 40% steigen, im Jahr 2010 allerdings wieder unter den Wert von 2008 sinken. Die Innovationsaufwendungen gingen im Jahr 2008 auf 1,86 Mrd. € zurück (-0,15 Mrd. € gegenüber 2007) und sollen 2009 und 2010 auf diesem Niveau verbleiben. Mit einem Anteil der Innovationsausgaben am Umsatz von 1,3% weist die Beratungs- und Werbebranche eine niedrige Innovationsintensität im Branchenvergleich auf. Ebenfalls niedrig ist der Umsatzanteil neuer Produkte. Er betrug 2008 nur 10,7%, nach noch 18,0% in 2007. Dagegen konnte der Branchenumsatz aufgrund von Qualitätsverbesserungen um 3,0% gesteigert werden, nach 2,2% im Vorjahr. Die Kosteneinsparungen durch Prozessinnovationen blieben 2008 mit 2,6% unter dem hohen Vorjahrsniveau. Dabei standen höher Kosteneinsparungen in der Teilbranche Unternehmensberatung sehr niedrigen Rationalisierungserfolgen in der Werbebranche gegenüber. Der Anteil der Unternehmen in der Beratung und Werbung, die im Jahr 2008 Forschung und Entwicklung (FuE) betrieben, war mit 10% zwar etwas höher als im Vorjahr, zeigt aber, dass FuE in der Branche nur eine geringe Rolle spielt. Nur 4% der Unternehmen waren kontinuierlich in FuE tätig.