Der Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim etabliert einen neuen Schwerpunkt: Unter dem Titel "Finanzen privater Haushalte und Immobilien" widmet sich künftig ein Team von fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie ZEW Research Associates, darunter Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Weber von der Universität Mannheim, der Erforschung von Finanzentscheidungen privater Haushalte. Der Schwerpunkt gliedert sich dabei in die drei Kernbereiche "Immobilien- und Wohnungsmärkte in Europa", "Kreditvergabe an Privathaushalte und Überschuldung im Privatsektor" sowie "Finanzberatung und Entscheidungsfindung privater Haushalte".

"Die Finanzierung privater Haushalte ist innerhalb der Finance-Forschung ein rasch wachsendes Feld. Immobilien spielen dabei als dominierende Assetklasse eine entscheidende Rolle, weshalb wir uns in diesem Bereich wissenschaftlich noch stärker als bisher engagieren wollen", erklärt Dr. Oliver Lerbs, stellvertretender Leiter ZEW-Forschungsbereichs "Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement" und Koordinator des neuen Schwerpunkts.

Über das internationale Leibniz-Netzwerk "Immobilien- und Kapitalmärkte (Real Estate Markets and Capital Markets – ReCapNet)", innerhalb dessen das ZEW unter anderem eine jährliche Konferenz ausrichtet, hat sich das Mannheimer Institut eine wissenschaftliche Reputation im Bereich Immobilien aufgebaut, die sich auch in umfangreichen Projekten zur Politikberatung wiederfindet. "Diese Reputation nutzen wir gezielt dazu, neue Kooperationen mit international renommierten Forschern im Bereich Household Finance und Real Estate aufzubauen", sagt Prof. Dr. Sascha Steffen, Leiter des ZEW-Finanzforschungsbereichs.

Ein Beispiel für derartige Kooperationen ist eine Studie, die das ZEW zusammen mit der IREBS International Real Estate Business School an der Universität Regensburg erstellt hat. Demnach brauchen funktionstüchtige Mietspiegel aus wissenschaftlicher Sicht unbedingt größere Marktnähe und eine bessere Datengrundlage.

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