In der aktuellen Juliumfrage (05. – 19.07.2017) sind die Konjunkturerwartungen für China um 13,8 Punkte kräftig gefallen. Der CEP-Indikator, der die Konjunkturerwartungen internationaler Finanzmarkt-experten/-innen für China auf Sicht von zwölf Monaten wiedergibt, liegt jetzt nur noch bei minus 4,1 Punkten (Juni 2017: 9,7 Punkte) und damit wieder unterhalb des langfristigen Durchschnitts von 5,1 Punkten.

Der CEP-Indikator ist in der Juli-Umfrage abgesackt und liegt jetzt bei minus 4,1 Punkten.
Der CEP-Indikator ist in der Juli-Umfrage abgesackt und liegt jetzt bei minus 4,1 Punkten.

Die hohe Volatilität des CEP-Indikators, die sich schon seit einigen Monaten zeigt, setzt sich somit fort.  Die Antworten bewegen sich allerdings von Monat zu Monat hauptsächlich zwischen „leicht verbessern“ und „leicht verschlechtern“. Dagegen gibt es kaum Teilnehmer, die von „stärker verbessern“ oder „stärker verschlechtern“ ausgehen.

„Die häufigen Ausschläge nach oben oder unten innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums signalisieren eine deutliche Unsicherheit, bezüglich der Einschätzung des künftigen Wachstums in China. Größere Veränderungen scheinen die Experten/-innen aber nicht zu erwarten“, sagt Dr. Michael Schröder, Senior Researcher im ZEW-Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ und Projektleiter der CEP-Erhebung. Diese Einschätzung belegen auch die Punktprognosen für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts. Sie haben sich verglichen mit dem Vormonat weder für 2017 noch für 2018 verändert und liegen weiterhin für 2017 bei 6,7 Prozent und für 2018 bei 6,6 Prozent.

Positiv ist, dass sich die Lagebeurteilung erneut leicht verbessert hat. Der Indikator für die Beurteilung der aktuellen Konjunktursituation legt  um 2,1 Punkte auf jetzt 16,7 Punkte zu.

„Besonders bemerkenswert an den aktuellen Umfrageergebnissen ist der erhebliche Rückgang bei den Immobilienpreiserwartungen“, sagt Michael Schröder. Praktisch für alle Regionen, die im Fragebogen aufgeführt sind, mit Ausnahme von Hong Kong und Guangzhou, sinken die Immobilienpreiserwartungen  um mehr als 20 Punkte oder teilweise sogar 30 Punkte. Dies korreliert mit den ebenfalls zurückgehenden Erwartungen für die Konjunkturlage in diesen Regionen. Allerdings ist auch hier zu beobachten, dass es sich um eine Verschiebung von „leicht erhöhen“ zu „leicht reduzieren“ handelt. Es bleibt daher abzuwarten, als wie nachhaltig sich diese Erwartungsänderungen in der realwirtschaftlichen Entwicklung erweisen werden.

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