Forschung
Einkommen und Vermögen | Einkommensverteilung | Deutschland | Soziale Marktwirtschaft
Eine zunehmend ungleiche Einkommensverteilung und eine höhere Armutsrisikoquote gefährden die inklusive Wohlstandsverteilung in Deutschland.

„Wohlstand für Alle“ verspricht den Deutschen die Soziale Marktwirtschaft. Doch spätestens seit der Wiedervereinigung klaffen Anspruch und Wirklichkeit bei diesem Versprechen weit auseinander. So kommt vom jährlichen Anstieg des Wirtschaftswachstums bei den unteren 40 Prozent der Gesellschaft mittlerweile kaum noch etwas an, während die höchsten Einkommen in den Jahren von 1991 bis 2014 jährlich um durchschnittlich 1,3 Prozent gewachsen sind. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

ZEW-Konjunkturerwartungen
ZEW-Finanzmarkttest | Europa | Konjunktur | Konjunkturindikator | Konjunkturprognose | Deutschland | Konjunkturumfrage | Konjunkturforschung | ZEW-Konjunkturerwartungen
ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland August 2017

Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gehen im August 2017 um 7,5 Punkte ganz erheblich zurück und liegen jetzt bei nur noch 10,0 Punkten. Der langfristige Durchschnitt von 23,8 Punkten wird erneut deutlich unterschritten. Die Einschätzung zur aktuellen konjunkturellen Lage in Deutschland erhöht sich im August geringfügig um 0,3 Punkte. Der neue Indexwert für die Lageeinschätzung beträgt damit 86,7 Punkte.

Forschung
Digitalisierung | Unternehmen | Dienstleistungssektor | Produktivität | Wirtschaftskrise | IKT
Unternehmen, die in digitale Technologien investieren, sind eher in der Lage Krisenzeiten besser zu überstehen.

Unternehmen mit hohem Digitalisierungsgrad waren weniger stark von der Krise in den Jahren 2008 und 2009 betroffen als gering digitalisierte Unternehmen. Dies gilt insbesondere für Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

Forschung
Energiewirtschaft | Energieträger | Energiemarkt | Energiepolitik | Energiepreispolitik | ZEW-Energiemarktbarometer
Tendenz zu gleichbleibenden Preisen bei fast allen Energieträgern auf kurze Sicht.

Die Preise für die unterschiedlichen Energiegüter werden innerhalb der nächsten sechs Monate stagnieren. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Befragung von Energiemarktexperten/-innen in Deutschland, dem ZEW Energiemarktbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Im Einzelnen erwartet die Mehrheit der Befragten gleichbleibende Großhandelspreise für Strom (71 Prozent), Rohöl (77 Prozent), Erdgas (81 Prozent) und Kohle (79 Prozent). Die mittelfristigen Einschätzungen sehen hingegen anders aus: Drei Viertel der Experten/-innen rechnen mit steigenden Strompreisen in den nächsten fünf Jahren. Ähnlich eingeschätzt werden auch die weltweiten Rohölpreise (67 Prozent) und die Erdgaspreise in Deutschland (63 Prozent).

Forschung
EU-Kommission | Kartell | Kartellverfahren | Kraftfahrzeugindustrie
In der deutschen Automobilindustrie häufen sich derzeit die Kartell-Vorwürfe. Zur Aufdeckung von Kartellen hat sich das EU-Kronzeugenprogramm als wirksames Mittel erwiesen.

Kronzeugenprogramme sind in vielen Industriestaaten zu einem unverzichtbaren Instrument zur Aufdeckung von Kartellen geworden. Unternehmen, die in ein Kartell verstrickt sind, profitieren folgendermaßen davon: Sie können als aktive Kronzeugen drohende Geldbußen schmälern oder sogar komplett vermeiden – je nach Qualität und Neuigkeitswert des Beweismaterials. Unternehmen können also Anreize haben, sich der Europäischen Kommission als Kronzeuge zur Verfügung zu stellen, wie etwa im aktuellen Kartellverdachtsfall in der deutschen Automobilindustrie. Eine empirische Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, zeigt, worin sich die Teilnehmer am Kronzeugenprogramm von anderen Unternehmen unterscheiden, die von der EU-Kommission wegen eines Kartellverstoßes mit einer Geldbuße belegt wurden.

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