Forschung
IKT | Wirtschaftskrise | Produktivität | Dienstleistungssektor | Unternehmen | Digitalisierung
Unternehmen, die in digitale Technologien investieren, sind eher in der Lage Krisenzeiten besser zu überstehen.

Unternehmen mit hohem Digitalisierungsgrad waren weniger stark von der Krise in den Jahren 2008 und 2009 betroffen als gering digitalisierte Unternehmen. Dies gilt insbesondere für Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim.

Forschung
ZEW-Energiemarktbarometer | Energiepreispolitik | Energiepolitik | Energiemarkt | Energieträger | Energiewirtschaft
Tendenz zu gleichbleibenden Preisen bei fast allen Energieträgern auf kurze Sicht.

Die Preise für die unterschiedlichen Energiegüter werden innerhalb der nächsten sechs Monate stagnieren. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Befragung von Energiemarktexperten/-innen in Deutschland, dem ZEW Energiemarktbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim. Im Einzelnen erwartet die Mehrheit der Befragten gleichbleibende Großhandelspreise für Strom (71 Prozent), Rohöl (77 Prozent), Erdgas (81 Prozent) und Kohle (79 Prozent). Die mittelfristigen Einschätzungen sehen hingegen anders aus: Drei Viertel der Experten/-innen rechnen mit steigenden Strompreisen in den nächsten fünf Jahren. Ähnlich eingeschätzt werden auch die weltweiten Rohölpreise (67 Prozent) und die Erdgaspreise in Deutschland (63 Prozent).

Forschung
EU-Kommission | Kartell | Kartellverfahren | Kraftfahrzeugindustrie
In der deutschen Automobilindustrie häufen sich derzeit die Kartell-Vorwürfe. Zur Aufdeckung von Kartellen hat sich das EU-Kronzeugenprogramm als wirksames Mittel erwiesen.

Kronzeugenprogramme sind in vielen Industriestaaten zu einem unverzichtbaren Instrument zur Aufdeckung von Kartellen geworden. Unternehmen, die in ein Kartell verstrickt sind, profitieren folgendermaßen davon: Sie können als aktive Kronzeugen drohende Geldbußen schmälern oder sogar komplett vermeiden – je nach Qualität und Neuigkeitswert des Beweismaterials. Unternehmen können also Anreize haben, sich der Europäischen Kommission als Kronzeuge zur Verfügung zu stellen, wie etwa im aktuellen Kartellverdachtsfall in der deutschen Automobilindustrie. Eine empirische Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, zeigt, worin sich die Teilnehmer am Kronzeugenprogramm von anderen Unternehmen unterscheiden, die von der EU-Kommission wegen eines Kartellverstoßes mit einer Geldbuße belegt wurden.

Forschung
Immobilienmarkt | Regulierung | Immobilienwirtschaft | Immobilienfinanzierung
Droht eine Überhitzung am deutschen Wohnimmobilienmarkt, kann der Staat künftig die maximale Kredithöhe bei Einzelfinanzierungen begrenzen.

Um eine mögliche Überhitzung des Wohnimmobilienmarkts verhindern zu können, hat der deutsche Gesetzgeber sogenannte makroprudenzielle Instrumente für den Hypothekenmarkt geschaffen. Vorsicht ist allerdings angebracht, wenn es tatsächlich zur praktischen Anwendung dieser neuen Regelungen kommen sollte: Da bereits weitreichende Regulierungen für die Wohnimmobilienfinanzierung vorhanden und die Kreditvergabepraktiken stabilitätsorientiert sind, bestünde die Gefahr einer Überregulierung. Insbesondere könnte die Wohneigentumsbildung bei Haushalten in Deutschland behindert werden, die über wenig Eigenkapital verfügen, aber ein hohes laufendes Einkommen haben und vergleichsweise günstige Immobilien kaufen möchten.

Auszeichnungen
ZEW Summer Workshop | Preisverleihung | Heinz König Young Scholar Award | Wissenschaftspreis
ZEW-Forschungsgruppenleiter Kai Hüschelrath (l.) und Vitali Gretschko (r.) mit Preisträgerin Jiekai Zhang und Preisträger Bernhard Kasberger.

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, hat den diesjährigen Heinz König Young Scholar Award an eine Wissenschaftlerin und einen Wissenschaftler vergeben. Die Auszeichnung ging sowohl an Jiekai Zhang vom Centre de Recherche en Économie et en Statistiques (CREST) der École Nationale de la Statistique et de l’Administration Économique (ENSAE) ParisTech als auch an Bernhard Kasberger von der Universität Wien. Mit der Preisvergabe ehrt das ZEW die Arbeit von Jiekai Zhang zu den Auswirkungen von regulierter TV-Werbung für Zuschauer/innen und Werbetreibende sowie die Analyse von Bernhard Kasberger zur Effizienz von Mobilfunkmärkten nach Frequenzauktionen.

Kontakt

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