Die Wirkungen der Aktivitäten des öffentlich finanzierten Wissenschaftssektors sind vielschichtig. Zum einen gibt es die unmittelbar wirksamen Nachfrageeffekte, die sich aus der direkten Nachfrage wissenschaftlicher Einrichtungen selbst, sowie ihrer Mitarbeiter und Studierenden ergeben. Solche Effekte sind eher kurzfristiger Natur und von unterschiedlicher regionaler Streuung. Zum anderen gibt es sehr langfristig wirkende, angebotsseitige Effekte, die aus den Wirkungen wissenschaftlicher Aktivitäten resultieren und gegenüber den Nachfrageffekten als die bei weitem bedeutenderen anzusehen sind. Diese Auswirkungen umfassen beispielsweise die Qualifizierung und akademische Ausbildung junger Menschen und das Hervorbringen neuer Erkenntnisse im Rahmen der Forschung zur Lösung wichtiger gesellschaftlicher oder ökonomischer Probleme.
In diesem Projekt werden die Auswirkungen wissenschaftlicher Einrichtungen auf wichtige Bereiche, die das öffentlich finanzierte Wissenschaftssystem ganz wesentlich beeinflusst, analysiert. Bei diesen Auswirkungen handelt es sich um

  • die Effekte, die von Wissenschaftseinrichtungen auf das ökonomische Wachstum und die regionale Entwicklung ausgehen,
  • den Beitrag, den Hochschulen für die Qualifizierung und akademische Ausbildung der Bevölkerung leisten,
  • die Impulse, die vom Wissenschaftssystem auf die Technologieentwicklung und die Diffusion von Technologien in der Wirtschaft ausgehen, und schließlich
  • die Auswirkungen auf die Unternehmenspopulation, die von Spinoff-Gründungen aus wissenschaftlichen Einrichtungen heraus entstehen.

Diese Themenfelder decken einen wesentlichen Teil der von den Wirkungen des Wissenschaftssystems tangierten Bereiche ab. So kann davon ausgegangen werden, dass mit ihnen ganz wesentliche Wirkungen, die von öffentlich finanzierten wissenschaftlichen Einrichtungen auf die private Wirtschaft ausgehen, berücksichtigt werden.