Dieses Projekt analysiert die Beiträge der Investitionen in intangible Güter auf die Innovationstätigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit, das Wachstum und die Produktivitätsentwicklung. Schwerpunkt liegt auf dem Vergleich dieser Beiträge in ausgewählten Ländern in Europa. Der Begriff intangible Güter umfasst hier vor allem F&E, Humankapital und Marketing. Das Verständnis der Effekte von intangiblen Gütern ist zentral für die Konzeption der Wirtschafts- und Innovationspolitik auf europäischer wie auf nationaler Ebene. Ausschlaggebend ist, dass zur Zeit (fast alle) Investitionen in intangible Güter als ein mittelfristiger Produktionsinput weder gemessen noch behandelt werden, wodurch unterstellt wird, dass dadurch kein langfristiges Kapital für Unternehmen oder Volkswirtschaften geschaffen wird. Jedoch hat der überwiegende Anteil der Ausgaben für FuE, Marketing oder organisatorische Neuerungen den Charakter von Investitionen. Das erklärte Ziel der Lissabon Agenda ist es, die EU zu einer „der wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Volkswirtschaft bis 2010“ zu machen. Bislang werden solche Ausgaben beispielsweise im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen jedoch nicht wie Investitionen behandelt. Einige wenige Wissensinvestitionen werden zwar in ökonomischen Schlüsselmaßen wie das BIP einbezogen (z.B. Software), allerdings werden F&E und andere Wissensinvestitionen (wie Investitionen in Humankapital mittels Schulungen, Investitionen in Reputationskapital, Investitionen in Organisationskapital etc.) wie tägliche Aufwendungen behandelt und nicht wie Investitionen. Unter diesen Umständen sind die Investitionen und das BIP einer Volkswirtschaft, deren Unternehmen 1€ für nahezu alle Wissensinvestitionen mehr ausgeben gleich zu denen einer Volkswirtschaft, deren Unternehmen die Klimaanlage einschalten. Zudem fehlen häufig konkrete Angaben zu diesen Ausgabenkategorien der Unternehmen. Im Rahmen des Projekts sollen Wege gefunden und getestet werden, wie die dafür benötigten Daten erfasst bzw. abgeschätzt und in das VGR-Rechenwerk integriert werden können. Darüber hinaus sollen durch Studien auf der Basis von Mikrodaten das Verständnis für die Effekte intangibler Investitionen auf Wachstum von Unternehmen erhöht werden.

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