Aus dem Vorliegen natürlicher Monopole auf Märkten mit netzbasierten Technologien erwächst für die relevanten Unternehmen ein Potenzial ihre Marktmacht missbräuchlich einzusetzen. Der Entscheidung eine Regulierung dieser Märkte einzurichten, geht die Analyse des Wettbewerbsverhaltens auf solchen Märkten voraus. Dabei sind das Identifizieren von Marktmacht, die Möglichkeiten für Unternehmen sie einzusetzen und die Möglichkeiten für Behörden oder dritte Parteien sie aufzudecken zentrale Fragestellungen. Zusätzlich spielen  politisch motivierte Argumente eine Rolle im Zusammenhang mit der Diskussion um Nationale Champions. Ehemals staatliche Monopole unterliegen derzeit der Regulierung durch die Bundesnetzagentur, die den Auftrag hab einen funktionsfähigen Wettbewerb zu gewährleisten. Insbesondere der Übergang vom staatlichen Unternehmen zur Privatisierung wirft Fragen auf, welche die spezifische des deutschen Marktes berücksichtigen.
Das Kennen der Regulierungspraxis und der für die Bundesnetzagentur relevanten Forschungsfragen tragen erheblich zu einem umfassenden Verständnis der Funktionsweise dieser netzbasierten Märkte bei. Die Zusammenarbeit mit der Bundesnetzagentur in Bonn ermöglicht es, den unmittelbaren Praxisbezug der Forschungsfragen sicherzustellen.