Das Ziel dieses Forschungsprojektes war die Analyse von potenziellen Risiken der Verlagerung europäischer energieintensiver Industrien (engl. „carbon leakage“) ins Ausland infolge einer ambitionierten Klimapolitik der EU. Das galt insbesondere für den Fall, dass kein internationales Abkommen für die Post-Kyoto-Ära erzielt würde und eine asymmetrische Regulierung des CO2-Ausstoßes beibehalten bliebe, d.h. das Emissionsreduktionsziel von 20% bis 2020 in der EU und keine bindenden Verpflichtungen in anderen Regionen der Welt. Zu diesem Zweck sollte das technologiefundierte ökonomische Simulationsmodell weiterentwickelt und die makroökonomischen und umweltrelevanten Auswirkungen alternativer Regulierungsmaßnahmen untersucht werden. In methodischer Hinsicht lag der Fokus insbesondere auf einer stärkeren Disaggregierung energieintensiver Sektoren.