Trotz der Internetrevolution fiel in vielen Industrieländern das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in den letzten Jahren deutlich niedriger als in den Jahrzehnten zuvor aus. Ursächlich dafür könnte sein, dass die Wachstumswirkungen nicht richtig gemessen werden, aber auch, dass sich bedeutende Wachstumspotentiale noch nicht entfaltet haben. Der zugrundeliegenden Logik nach ist das Bruttoinlandsprodukt ein Maß des industriellen Zeitalters. Messprobleme in einer zunehmend dienstleistungs- und wissensbasierten Wirtschaftswelt sind bekannt, wenngleich viele davon in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung praktisch noch nicht hinreichend gelöst sind. Durch die digitale Transformation werden diese Schwierigkeiten in neuen Dimensionen verschärft.

Die Studie hat zum Ziel, einen Ansatz und erste empirische Evidenz dafür zu entwickeln, inwieweit in Deutschland die Messung des Bruttoinlandsprodukts um wesentliche, bisher nicht gemessene Aspekte der digitalen Wirtschaft erweitert und ergänzt werden kann. Weiterhin soll eine Einschätzung zum bisherigen und künftigen Wachstumspotential der digitalen Transformation abgegeben werden.

Projektzeitraum

01.10.2017 - 30.09.2018

Kontakt
Projektteam

Dr. Thomas Niebel (Leitung)
Dr. Patrick Schulte

Auftraggeber

Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf, DE