Bis vor kurzem galt der VC-Markt als der Hoffnungsträger für die Finanzierung und Entwicklung junger, schnell wachsender Unternehmen insbesondere im Hochtechnologiebereich. Mit dem Ende des Dot.Com-Booms hat sich die Situation am VC-Markt in Deutschland jedoch dramatisch verändert. Es ist eine Verschiebung weg von Frühphasen- und innovativen Sektoren hin zu weniger risikobehafteten Investitionen in späteren Phasen und weniger innovativen Branchen zu beobachten. Vor diesem Hintergrund stellt sich nach dem Ende des Dot.Com-Booms eine Reihe von Fragen neu, die man bereits beantwortet glaubte. Dies betrifft insbesondere die Wachstums- und Innovationseffekte von VC-Investitionen.
Im ersten Schritt wird eine Datenbasis aus den ZEW-Gründungspanels erstellt. Im zweiten Schritt wird die Entwicklung von VC- und nicht VC-finanzierten Unternehmen sowie innerhalb der Gruppe von VC-gestützten Unternehmen systematisch untersucht und verglichen. Man weiß bislang wenig darüber, welchen Einfluss die verschiedenen Charakteristika der VC-Fonds innerhalb eines Landes auf die Investitionsmuster ausüben. Zu diesem Zweck soll der institutionelle Hintergrund aller VC-Gesellschaften, die an Gründungen beteiligt waren, identifiziert werden, insbesondere ob es sich um einen öffentlich-rechtlichen, unabhängigen, bankenabhängigen oder unternehmensabhängigen (corporate) Kapitalgeber handelt. Hierbei steht insbesondere der Einfluss der VC-Finanzierung und ihrer Charakteristika (institutioneller Hintergrund der VCGs, Syndizierung) auf die Beschäftigung und den Umsatz der finanzierten Unternehmen im Vordergrund. Außerdem soll untersucht werden, inwieweit die Überlebensrate (bzw. die Insolvenzwahrscheinlichkeit) von VC-Unternehmen geringer als für vergleichbare, nicht-VC-finanzierte junge Unternehmen ist.

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