Dieses Forschungsprojekt konzentriert sich auf die Untersuchung von ausgewählten Politikszenarien bezüglich ihrer Relevanz für die EU-Nachhaltigkeitsstrategie im Lichte von Ergebnissen der numerischen Folgenabschätzung (Extended Impact Assessment). Eingebettet in das TranSust-Netzwerk von Forschern mit Fachwissen zur Modellierung des Übergangs zu nachhaltigen wirtschaftlichen Strukturen, zielt das Projekt darauf hin, die verfügbaren Modelle zu verknüpfen und zu erweitern. Mit einem unter Beteiligung von Interessengruppen entwickelten Szenarioansatz sollen im Rahmen dieser Modelle strategisch-politische Entscheidungsoptionen behandelt werden. In einem ersten Schritt sollen bestehende Modelle erweitert werden, um die multifunktionalen Aspekte von Nachhaltigkeitspolitiken und deren Zielkonflikte mit anderen Politikfeldern wiederzuspiegeln. In Ergänzung zu den traditionellen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Themen werden die erweiterten Modelle die neue Politikagenda berücksichtigen, wie sie durch die Lissabonner Strategie und den Weltgipfel für ökonomische Entwicklung vorgegeben worden ist. Damit wird es möglich, solche Themen wie Wettbewerbsfähigkeit, wirtschaftliche Entwicklung, Post-Kyoto Strategien und Interaktionen zwischen technologischem Wandel und dem Verbrauch von natürlichen Ressourcen zu erfassen. In einem zweiten Schritt sollen die erweiterten Modelle für eine umfassende Analyse eines breiten Spektrums an Politikszenarien genutzt werden. Die Entwicklung von Politikszenarien soll dabei in einer engen Kooperation mit Interessengruppen, Europäischer Kommission und Internationalen Organisationen erfolgen. Durch die Zurückverfolgung der Pfadabhängigkeit und durch die Simulation anhand von einer Reihe von Annahmen, soll die Szenarioanalyse die Sensitivität von Prognosen verdeutlichen. Sowohl die Methodik als auch die Datenbanken werden anschließend politischen Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt.TranSust.Scan setzt sich zum Ziel, die Europäischen Kompetenzen mit Hinblick auf die neuen Dimensionen der Nachhaltigkeit und deren Implikationen für die Politikgestaltung zu erweitern. Neben der Unterstützung der Europäischen Union bei der Vorbereitung von strategischen Politikentscheidungen sollen auch nicht-europäische Institutionen, vor allem in Nordamerika und Asien, von neuen Kompetenzen profitieren.