Bei diesem Projekt handelte es sich um eine Fortführung des Projektes "High-Tech-Gründungen in Deutschland" das das ZEW im Jahr 2006 im Auftrag von "impulse - Gruner + Jahr Wirtschaftspresse" durchgeführt hat. Diese Studie hat im Rahmen des ZEW Hightech-Gründungspanels stattgefunden, das auf einer telefonischen Befragung von Hightech-Gründungen in Deutschland basiert. Dabei wird eine Stichprobe von jungen Unternehmen regelmäßig befragt und analysiert. Inhaltlich orientierte sich das Erhebungsdesign an der im Rahmen der oben genannten Vorgängerstudie durchgeführten Befragung. Neben den im Jahr 2006 kontaktierten Unternehmen, die auch dieses Mal erneut befragt wurden, wurden weitere 2.000 Gründungen interviewt.

Das Projekt bestand aus zwei Modulen:

  1. Untersuchung der Anzahl und Entwicklung von Unternehmensgründungen im Hightech-Sektor - unter besonderer Berücksichtigung der Hersteller von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und Software - in Deutschland:
    Auf Basis des ZEW-Gründungspanels wurden High-Tech-Gründungen in Deutschland hinsichtlich ihrer Anzahl, ihres Anteils am gesamten Gründungsaufkommen und ihrer quantitativen Entwicklung im Zeitverlauf untersucht. Dabei wurden im Bereich des verarbeitenden Gewerbes die High-Tech-Sektoren hochwertige Technik und Spitzentechnik, im Bereich der Dienstleistungen die technologieintensiven Dienstleistungen betrachtet. Die Gründungsentwicklung in diesen Branchen wurde mit der in den anderen Wirtschaftssektoren (nicht-technologieintensives verarbeitendes Gewerbe, übrige unternehmensnahe und konsumbezogene Dienstleistungen) sowie mit der Gründungsentwicklung im Durchschnitt aller Sektoren verglichen. Die Analyse erfolgte für den Zeitraum 1995-2005 für Gesamtdeutschland. Zudem wurde mit Hilfe von Now-Casting-Methoden eine Abschätzung der Entwicklung der Gründungstätigkeit im Jahr 2006 vorgenommen.
  2. Analyse zweier Schwerpunktthemen auf Basis einer telefonischen Befragung von Hightech-Gründungen in Deutschland:
    a. Vertikale Integration und ausgelagerte Unternehmensfunktionen.
    In diesem Schwerpunkt wurde die Entscheidung von Hightech-Gründungen, sich bezüglich der verschiedenen Unternehmensfunktionen externe Unterstützung zu bedienen, untersucht. Dabei ging es zum einen um Art und Umfang der "ausgelagerten" Leistungen und zum anderen um die Motive des Unternehmens, diese Leistungen nach außen zu vergeben. Auch wurde der Frage nachgegangen, ob im Laufe der ersten Lebensjahre des Unternehmens ein Trend zu einem verstärkten Insourcing anfänglich extern vergebener Leistungen zu beobachten ist.
    b. Finanzierungsmuster junger Hightech-Unternehmen.
    Im zweiten Themenschwerpunkt wurde ein Phasenmodell der Finanzierungsstruktur (Frühphase: Eigenkapital dominiert, Spätphase: Fremdkapital dominiert) überprüft, indem die Hightech-Unternehmen detailliert nach Art und Umfang der Finanzierung, die sie im zurückliegenden Jahr erhalten haben, befragt wurden. Neben der Finanzierungsart wurde dabei auch nach dem Finanzierungsgeber unterschieden. Auch nach etwaigen Schwierigkeiten bei der Finanzierung wurde gefragt. Anhand der Stichprobe, in der junge Unternehmen aus den Gründungsjahrgängen von 1998 bis 2006 enthalten sind, ließ sich auf diese Weise eine Analyse der typischen Finanzierungsmuster und -probleme junger Hightech-Unternehmen in den unterschiedlichen Entwicklungsphasen der ersten Geschäftsjahre erstellen.

Ausgewählte Publikationen

Beiträge in Fachzeitschriften

Licht, Georg (2006), Deutschland nach der New Economy-Euphorie, Venture Capital Magazin Oktober 2006 - Sonderausgabe Start-up 2007 (2. Jahrgang), 26-28.