Die Einsatzmöglichkeiten für Mikrosimulationsmodelle wurden für personenbezogene Einzelangaben vielfach gezeigt. Ähnliche Modelle für den Unternehmenssektor sind weniger bekannt. Die Prognose quantitativer Auswirkungen von politischen Eingriffen oder anderer externer Faktoren auf das Verhalten von Unternehmen ist aber auch für den Unternehmenssektor sinnvoll, um die Leistungsfähigkeit politischer Programme zu überprüfen und/oder Vorschläge zu unterbreiten, wie die Effizienz wirtschaftspolitischen Handels verbessert werden kann. Mit diesem Projekt soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die Leistungsfähigkeit solcher Modelle auch auf der Mikroebene von Unternehmen zu zeigen.

Das ZEW hat aufgrund seiner umfangreichen Unternehmensdatenbestände beispielsweise die Möglichkeit, das Gründungsgeschehen in Deutschland zu untersuchen. In diesem Themengebiet bieten sich vielerlei Anwendungsmöglichkeiten, die den Einsatz eines Mikrosimulationsmodell sinnvoll erscheinen lassen. Der Forschungsbereich Industrieökonomik erhofft sich insbesondere, durch eine Mikrosimulation mit den ZEW-Gründungspanels Erkenntnisse über die Auswirkungen des demografischen Wandels der deutschen Bevölkerung auf die Unternehmensdynamik gewinnen zu können. Die demografische Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland wird auf mittlere Sicht zu einer nennenswerten Absenkung der bisher für das Gründungsgeschehen bedeutsamen Alterskohorten führen. In diesem Projekt soll die Unternehmensdynamik mit Hilfe eines Mikrosimulationsmodells mit den ZEW-Gründungspanels daraufhin analysiert werden, welchen Einfluss die Abnahme der gründungsintensiven Jahrgänge auf den Unternehmensbestand und die Beschäftigung nimmt und wie diese Abnahme möglicherweise kompensiert werden kann.

Ausgewählte Publikationen

Discussion Papers und Working Papers

Projektzeitraum

01.10.2005 - 31.12.2007

Kontakt
Kooperationspartner

Prof. Dr. Helmut Seitz, Technische Universität Dresden, Dresden, DE