Die anhaltende Debatte um Umweltsteuern, insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimaschutz, kreist aus ökonomischer Sicht im Wesentlichen um zwei Fragestellungen:

  • die Auswirkungen solcher Steuern auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit,
  • die Beschäftigungseffekte einer "ökologischen Steuerreform".

Der Forschungsstand im Bereich der Außenhandels- und der Arbeitsmarkttheorie legt nahe, dass eine Beurteilung der außenwirtschaftlichen und der Beschäftigungseffekte von Umweltsteuern in einem Modellrahmen mit homogenen Gütern und vollkommenem Wettbewerb unangemessen ist, da durch einen solchen Ansatz wesentliche Sachverhalte, wie zum Beispiel intra-industrieller Handel oder Arbeitslosigkeit, nicht erklärbar sind. Sowohl die neuere Außenhandels- als auch die Arbeitsmarkttheorie gehen demgegenüber von Produktheterogenität und dem darauf basierenden Modell der monopolistischen Konkurrenz aus, mit dem die Handels- und Arbeitsmarkteffekte von Umweltsteuern problemadäquater erklärt werden können. Die monopolistische Konkurrenz findet aber in existierenden Simulationsanalysen der außenwirtschaftlichen Effekte und der Beschäftigungseffekte von Umweltsteuern keine Berücksichtigung. Eine entsprechende Erweiterung bestehender Simulationsmodelle erscheint deshalb notwendig. Vor diesem Hintergrund besteht die Zielsetzung des Projektes in der Weiterentwicklung bestehender umweltökonomischer Simulationsmodelle durch die Integration neuerer Ansätze der Außenwirtschafts- und der Arbeitsmarkttheorie sowie im Einsatz dieser Modelle zur Analyse der außenwirtschaftlichen und der Beschäftigungseffekte von Umweltsteuern.

Projektzeitraum

01.07.1998 - 30.06.2000

Kontakt
Auftraggeber

VolkswagenStiftung (VWS), Hannover Schwerpunktprogramm: Umwelt als knappes Gut: Steuerungsverfahren und Anreize zur Schadstoff- und Abfallverringerung, Hannover, DE