Das Projekt hat zum Ziel, die Strukturen und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg angesichts verschiedener Trends und aktueller Veränderungen zu analysieren und einen möglichen wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf zu diskutieren. Wichtige aktuelle Entwicklungen sind dabei der technologische Wandel (Industrie 4.0, neue Dienstleistungen, neue Schlüsseltechnologien), außenwirtschaftliche Risiken (Brexit, mögliche Neuausrichtung der Handelspolitik der USA) und neue Formen der internationalen Arbeitsteilung sowie mögliche grundlegende Nachfrageveränderungen und technologische Neuerungen in Leitindustrien Baden-Württembergs (z.B. Elektromobilität im Bereich der Automobilwirtschaft, neue globale Produktionskonzepte im Bereich des Maschinenbaus).

Das Projekt umfasst drei Module:

  • Modul 1 untersucht die Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs mit Hilfe unterschiedlicher Indikatoren, die die Bereiche Produktivität und Wohlstand, preisliche Wettbewerbsfähigkeit und technologische Wettbewerbsfähigkeit abbilden.
  • Modul 2 rückt die außenwirtschaftlichen Risiken in den Vordergrund und stellt mit der Frage der ausländischen Direktinvestitionen in Baden-Württemberg auf ein mögliches strukturelles Problem ab.
  • Modul 3 beschäftigt sich mit dem Einfluss disruptiver technologischer und Nachfrage-Änderungen im Bereich Automobilindustrie, Maschinenbau, Dienstleistungssektor sowie neuer Technologiefelder. Zudem wird dem problematischen Befund einer nachlassenden Innovationsaktivität kleiner und mittlerer Unternehmen nachgegangen.

Methodisch vereint die Studie Ansätze der deskriptiven Statistik und Indikatorenanalyse mit Simulationsmodellen sowie einer mehr qualitativ ausgerichteten Szenarienentwicklung.

Ausgewählte Publikationen

Gutachten

Berger, Marius, Bernhard Boockmann, Gabriel Felbermayr, Charlotte Klempt, Andreas Koch, Wilhelm Kohler, Christian Lerch, Peter Neuhäusler und Christian Rammer (2017), Strukturanalyse und Perspektiven des Wirtschaftsstandortes Baden-Württemberg im nationalen und internationalen Vergleich, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, Tübingen, Mannheim, München und Karlsruhe. Download