Im Zentrum des Projekts steht eine vergleichende Analyse der Vorschriften über die steuerliche Gewinnermittlung in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Hinblick auf die Frage, ob eine Harmonisierung dieser Gewinnermittlung ihren Ausgangspunkt in den IAS/IFRS nehmen kann. Zu diesem Zweck sind die für die steuerliche Gewinnermittlung wesentlichen Prinzipien, Ansatz- und Bewertungsvorschriften der Mitgliedstaaten nach einem einheitlichen Muster zu ermitteln, zu vergleichen und auf bestehende Gemeinsamkeiten oder Unterschiede (untereinander und mit den IAS/IFRS) zu analysieren. Werden die Gewinne in den Mitgliedstaaten nach einem Maßgeblichkeitsprinzip oder auf Grund einer Überleitungsrechnung ermittelt, sind zudem die handelsrechtlichen Bestimmungen sowie Abweichungen oder Zu- und Abrechnungen von Interesse. Festzustellen ist, welche (gegebenenfalls gemeinsamen) Informationsziele, Ermittlungsgrundsätze (Einzelbewertung, Unternehmensfortführung, Pagatorik, Periodisierung, Vorsicht, Vereinfachung oder Objektivierung) sowie Ansatz- und Bewertungs- oder Abschreibungsvorschriften für die steuerliche Gewinnermittlung zum Tragen kommen. Von Bedeutung ist ferner zu erfahren, auf welche Weise die jeweils maßgebenden Vorschriften zustande kommen und im Recht der Mitgliedstaaten verankert sind. Ein Vergleich dieser Grundsätze mit den IAS/IFRS soll darüber hinaus darüber Auskunft geben, ob die internationalen Rechnungslegungsstandards einen sinnvollen Ausgangspunkt für die harmonisierte Gewinnermittlung bieten können.