Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Schätzung eines strukturellen Job-Search-Modells, welches langfristig zur Ex-ante-Simulation der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes in Deutschland verwendet werden kann. Das Modell soll vor allem zum besseren Verständnis der Existenz von Friktionen und somit möglicher Marktmacht auf Arbeitgeberseite auf dem deutschen Arbeitsmarkt beitragen. Um sowohl positive als auch negative Beschäftigungseffekte zuzulassen, soll die Modellierung im Wesentlichen auf der Studie von Bontemps, Robin und van den Berg (1999) aufbauen. Die Datenbasis für die empirische Analyse liefern administrative Daten der Bundesagentur für Arbeit. Mithilfe des geschätzten strukturellen Modells soll schließlich eine Reihe von Politiksimulationen insbesondere im Hinblick auf die Höhe eines flächendeckenden Mindestlohnes durchgeführt werden.