Ziel des Projekts ist es, zu untersuchen, welche Rolle Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für die Widerstandsfähigkeit von Firmen, Branchen und Ländern im Falle einer Wirtschaftskrise spielen.

IKT-intensive Unternehmen können, beispielsweise durch eine geschickte Anpassung ihrer Produktionsprozesse, eher in der Lage sein,  flexibel auf ökonomische Schocks zu reagieren und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Technologisch rückständigere Unternehmen hingegen sind dem Risiko ausgesetzt, vom Markt verdrängt zu werden. Zudem können sich Firmen in technologisch hochentwickelten Branchen einem stärkeren wettbewerbsbedingten Innovationsdruck gegenüber sehen. Das Potenzial von IKT deren Anwender zu Innovationen zu befähigen kann die Widerstandsfähigkeit im Falle einer Rezession erhöhen. Die Analyse dieser Fragestellungen soll auf Grundlage der ESSLait-Daten erfolgen, die Informationen auf Mikro- und Meso-Ebene miteinander verbinden. Die Daten auf der Meso-Ebene sind für 14 europäische Länder verfügbar; zudem liegen detaillierte Informationen auf Unternehmensebene für Deutschland und die Niederlande vor. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen drei Erfolgsgrößen: Innovationen, Arbeitsproduktivität und Beschäftigung. Die Berücksichtigung der politischen und institutionellen Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern kann dazu beitragen, Unterschiede in den Untersuchungsergebnissen zu erklären, um dann geeignete Handlungsempfehlungen für die Politik abzuleiten.