Untersucht wurde das Wettbewerbsverhalten von Firmen im Verlauf des Produktlebenszyklus. Wir verknüpften Daten der größten Online-Preisvergleichsseite Österreichs mit Vertriebsdaten eines der größten Markenherstellers für Verbraucherelektronik.

Generell sehen sich Händler mit der Frage konfrontiert, ob es besser ist, begehrte Produkte zu listen, die einem starken Wettbewerb unterworfen sind, oder auf Nischenprodukte zu setzen, die weniger umkämpft sind. Darüber hinaus ist bei der Markteinführung noch nicht sicher, ob ein Produkt ein Bestseller wird oder ein Ladenhüter. In diesem Projekt sollte die Heterogenität von Firmen charakterisiert und zu ihrem Leistungs- und Preissetzungsverhalten in Bezug gesetzt werden. Dabei war vor allem die Frage von Interesse, wie sich diese Strategien von der Markteinführung des Produktes bis zum Ende des Lebenszyklus hin verändern.

Die Untersuchung von täglichen Daten über 70 Digitalkameramodelle ergab, dass nicht nur das Hinzukommen weiterer Konkurrenten die Preissetzung auf dem Online-Markt beeinflusste, sondern auch der Produktlebenszyklus. Außerdem konnte gezeigt werden, dass der Rückgang des Preisaufschlags durch das Hinzukommen weiterer Anbieter im ersten Monat des Produktlebenszyklus besonders stark ist, danach flacht der Preisverfall ab. Die große Zahl und Schnellebigkeit der beobachteten Märkte für Verbraucherelektronik erlaubte es Einblicke zu gewinnen, die auch für die Marktstruktur und die Wettbewerbspolitik in größeren und innovationslastigeren Industrien bedeutsam sind.


Das Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies (SEEK)" wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

Weitere Informationen zum SEEK-Forschungsprogramm.

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