Unternehmen, die neue Produkte entwickeln, müssen einerseits Kosten und Risiken der hierfür notwendigen Investitionen begrenzen, auf der anderen Seite aber sich möglichst viele Innovationsoptionen so lange wie möglich offen halten. Die Realoptionen-Theorie legt nahe, eine große Zahl von Projekten mit zunächst eher geringer Mittelausstattung zu verfolgen und weitere Investitionen schrittweise vorzunehmen, um so die im Lauf der Zeit neu hinzukommenden Informationen über die Projekterfolgschancen und die Marktentwicklung berücksichtigen zu können und so die Mittel im Zeitablauf auf jene Projekte zu fokussieren, die die höchste Erfolgswahrscheinlichkeit und die besten Marktaussichten besitzen. In diesem Projekt untersuchen wir, ob Unternehmen, die eine solche Strategie der schrittweisen Mittelaufteilung und der sukzessiven Einschränkung der weiterverfolgten Innovationsprojekte höhere Innovationserfolge erzielen, wobei gleichzeitig für eine Reihe von anderen Einflussgrößen kontrolliert wird. Auf Basis dieser Ergebnisse diskutieren wir die Möglichkeiten, das Prinzip schrittweiser Investitionen und gezielter Einstellung weniger aussichtsreicher Projekte auch in der öffentlichen Innovationsförderung angewendet werden kann, um eine effizientere und effektivere Mittelverwendung zu erreichen.

Das Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies (SEEK)" wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert.