Ausgangspunkt dieser Studie sind zwei empirische Beobachtungen: Zum einen weisen europäische Länder im Vergleich zu den USA seit Mitte der neunziger Jahre auf aggregierter Ebene deutlich niedrigere Produktivitätswachstumsraten auf. Darüber hinaus haben Studien in den vergangenen Jahren jedoch gezeigt, dass die Produktivitäten von Unternehmen eine sehr hohe Streuung aufweisen, selbst innerhalb einzelner Industrien, und dass diese Heterogenität eine hohe Persistenz im Zeitablauf aufweist. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich dieses Projekt mit der Fragestellung, wie das Produktivitätswachstum in wissensbasierten Volkswirtschaften stimuliert werden kann. Insbesondere widmet es sich der Frage, ob und inwieweit komplementäre Beziehungen zwischen Innovationen, der Verbesserung des Humankapitals und der Intensivierung des Wettbewerbs existieren und inwieweit die Produktivitätseffekte von der technologischen Position des Landes, der Industrien und der Firmen abhängt. Im Vergleich zu früheren Ansätzen auf diesem Gebiet verwenden wir keinen reinen Mikro- (Firmen-), Meso- (Industrie-) oder Makroansatz, sondern einen integrierten Ansatz auf Firmen- und Industrieebene. Auf Basis der Daten des Mannheimer Innovationspanels und der niederländischen CIS-Daten, untersuchen wir dazu in einem ersten Schritt die Beziehung zwischen Innovationsinput, Innovationsoutput und Produktivität mittels des Modells von Crepon et al. (1998). Wir erweitern dieses Modell einerseits dahingehend, um die Hypothesen untersuchen, inwieweit der Einfluss von Humankapital und Wettbewerb auf Innovation und Produktivität von der technologischen Position des Unternehmens oder der Industrie abhängt (Vandenbussche et al., 2006, bzw. Amable et al., 2009, und Etro et al., 2008). Andererseits erlauben wir Variationen in den Produktivitätseffekten von Humankapital, Innovation und Wettbewerb zwischen Industrien. In einem zweiten Schritt sollen diese Informationen genutzt werden, um die Heterogenität der Produktivität der Unternehmen auf Industrieebene zu analysieren.

Das Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies (SEEK)" wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

Weitere Informationen zum SEEK-Forschungsprogramm.

Ausgewählte Publikationen

Beiträge in referierten Fachzeitschriften

Bartelsman, Eric, Sabien Dobbelaere und Bettina Peters (2015), Allocation of Human Capital and Innovation at the Frontier: Firm-Level Evidence on Germany and the Netherlands, Industrial and Corporate Change 24(5), 875-949. Download

Discussion Papers und Working Papers

Bartelsmann, Eric, Sabien Dobbelaere und Bettina Peters (2014), Allocation of Human Capital and Innovation at the Frontier: Firm-Level Evidence on Germany and the Netherlands, ZEW Discussion Paper No. 14-064, Mannheim. Download

Bartelsman, Eric, Sabien Dobbelaere und Bettina Peters (2013), Allocation of Human Capital and Innovation at the Frontier: Firm-Level Evidence on Germany and the Netherlands, Tinbergen Institute Discussion Paper TI 2013-095/VII, Tinbergen. Download