Obwohl sich Umweltbelange mehr und mehr auf der Agenda politischer Entscheidungsträger finden lassen, konnte auf der letzten internationalen Klimakonferenz keine Einigung über verbindlichen Emissionseinsparziele erreicht werden. Aus diesem Grund werden umweltfreundliche Innovationen von vielen Ökonomen als die einzige Möglichkeit angesehen, dem Klimawandel und anderen Umweltschäden zu begegnen ohne dabei der Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft zu schaden. Dieser Beitrag zum SEEK Projekt widmete sich daher der Frage nach den Einflussfaktoren von Innovationen mit positiver Wirkung auf die Umwelt, und vielleicht noch wichtiger, nach den Einflussfaktoren für deren Verbreitung. Auf der anderen Seite war es denkbar, dass umweltfreundliche Innovationen – insbesondere dann wenn sie aufgrund von Umweltregulierungen eingeführt worden sind – andere produktive Innovationen verdrängen. Dies wäre ein enormes Hemmnis für das Wachstum einer Volkswirtschaft, deren Wettbewerbsfähigkeit auf technologischen Vorsprung und Innovationen beruht. Auch dieser Aspekt war Gegenstand des Forschungsvorhabens. Die zentralen Fragestellungen wurden mit Hilfe von mikroökonometrischen Verfahren und Daten der europaweiten Innovationserhebung (CIS) in Kooperation mit Frau Professor Reinhilde Veugelers von der Katholieke Universiteit Leuven untersucht. Frau Professor Veugelers verfügt über große Erfahrung mit dieser Datenbasis und ist darüberhinaus eine namenhafte Expertin im Bereich der Innovationsforschung.

Das Forschungsprogramm "Strengthening Efficiency and Competitiveness in the European Knowledge Economies (SEEK)" wurde durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

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