Der demografische Wandel in Europa weckt Befürchtungen, dass eine alternde Bevölkerung die Wettbewerbsfähigkeit wissensbasierter Volkswirtschaften schwächen könnte. Als Beitrag zu dieser Debatte untersucht das Forschungsprojekt die Effekte der demografischen Alterung auf die regionale und firmenspezifische Innovationsfähigkeit und deren Beziehung zueinander. In einem ersten Schritt zielt dieses Projekt darauf ab, den Einfluss der demografischen Alterung auf die  regionale Innovationsfähigkeit auf der Makro-Ebene zu untersuchen. Die Effekte auf der Makro-Ebene stellen dabei eine Kombination aus (i) der Innovationsfähigkeit eines durchschnittlichen Individuums, (ii) kollektiven Lernprozessen innerhalb von Firmen, (iii) kollektiven Lernprozessen, welche aus sozialen Interaktionen auf regionaler Ebene resultieren und (iv) dem Einfluss endogener Veränderungen der Industriezusammensetzung dar. Letzteres kann sowohl eine Reaktion auf eine Änderung in der Nachfrage nach innovativen Produkten als auch eine Änderung der Standortwahl innovativer Firmen widerspiegeln. In einem zweiten Schritt zielt dieses Projekt darauf ab, den Einfluss der regionalen Altersstruktur auf die firmenspezifische Innovationsfähigkeit zu untersuchen, nachdem für die firmenspezifische Personalstruktur und andere relevante Faktoren kontrolliert wurde. Diese Herangehensweise ermöglicht es, Aussagen darüber zu treffen, in welchem Ausmaß Innovationen von makroökonomischen Faktoren wie kollektiven Lernprozessen, sozialen Interaktionen auf regionaler Ebene oder einer veränderten Nachfrage nach innovativen Produkten determiniert werden. Unsere Befunde geben somit Einblick in die Faktoren, welche die Wettbewerbsfähigkeit einer wissensbasierten Volkswirtschaften determinieren.