Ursachenanalyse der Verschiebung in der funktionalen Einkommensverteilung in Deutschland
In Deutschland ist eine insgesamt moderate Entwicklung der
Arbeitskosten festzustellen, die sich in einer stark rückläufigen (bereinigten)
Lohnquote bzw. einer Verschiebung in der funktionalen Einkommensverteilung zu
Ungunsten der Arbeitnehmerentgelte äußert. Hierzu haben verschiedene Faktoren
beigetragen, insbesondere ein hohes Maß an Lohnzurückhaltung, aber auch eine
Veränderung der Beschäftigungsstruktur und Arbeitslosigkeit. Die in der Tendenz
rückläufige Lohnquote – und der im Gegenzug starke Anstieg der Unternehmens-
und Vermögenseinkommen – haben die Frage aufkommen lassen, ob der Faktor Arbeit
angemessen am wirtschaftlichen Erfolg partizipiert.
Ziel des Projekts ist es, Ursachen der Verschiebung in der funktionalen
Einkommensverteilung eingehend zu analysieren. Dabei soll insbesondere die
Rolle der Lohnmoderation, der Globalisierung, der Demografie, der
Beschäftigungsstruktur sowie der gewerkschaftlichen Durchsetzungskraft und
weiterer institutioneller Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt beleuchtet werden.
Es wird darüber hinaus untersucht, inwieweit Arbeitnehmer an Unternehmens- und
Vermögenseinkommen partizipieren.
Laufzeit: 01.11.2008 - 30.06.2009