Arbeitsmärkte, Personalmanagement und Soziale Sicherung
Geschlechterrelationen, Arbeitsmärkte und soziale Stabilität. Eine regionale Analyse für Deutschland
Die starke Abwanderung junger Frauen aus
Ostdeutschland hat zu einem historisch einmaligen Missverhältnis zwischen
Männern und Frauen geführt. In einigen ostdeutschen Kreisen kommen in der
Altersgruppe der 20-30 Jährigen nur noch 80 Frauen auf 100 Männer. Ein besseres
Verständnis der Ursachen und Folgen dieser Entwicklung ist von großer sozial-
und wirtschaftpolitischer Relevanz. Das Projekt möchte die Zusammenhänge
zwischen Geschlechterverhältnis, Arbeitsmarktergebnissen und sozialer
Stabilität auf Grundlage regionaler Variation daher empirisch untersuchen. Ausgangspunkt der Analysen ist zunächst eine
Beschreibung der zeitlichen und räumlichen Variation des
Geschlechterverhältnisses in Deutschland. Mittels ökonometrischer Verfahren
soll anschließend der Einfluss des Arbeitsmarktes aber auch des Heiratsmarktes
auf das regionale Geschlechterverhältnisses untersucht werden. Zentrales
Anliegen des Projektes ist jedoch die Analyse der (kausalen) Wirkungen des
Geschlechterverhältnisses auf Arbeitsmarkt und soziale Stabilität.
Laufzeit: 01.03.2008 - 31.12.2008