Ziel dieses Projektes ist, anhand eines mikroökonomischen Verhandlungsmodells den Einfluss von Pflegebedürftigkeit eines Ehepartners bzw. von pflegepolitischen Maßnahmen auf die haushaltsinternen Entscheidungen zu analysieren und empirisch mit Daten des sozioökonomischen Panels (SOEP) zu untersuchen. Die Entscheidungen der einzelnen Familienmitglieder über ihre Zeitverwendung (Arbeit, Freizeit und Pflege) sowie über ihre Konsumausgaben stehen hierbei im Mittelpunkt des Interesses, da beides durch die Pflegebedürftigkeit beeinflusst wird. Dabei gibt es zwei zentrale Fragestellungen: Erstens, welche Merkmale beeinflussen die Entscheidungen und damit das Verhandlungs-ergebnis zwischen den Familienmitgliedern? Zweitens, kann die Wohlfahrt innerhalb eines Haushalts durch eine Reform der Pflegeversicherung gesteigert werden?