Unternehmen verfolgen zumeist langfristige Innovationsstrategien, um auf bekannten oder potenziell neuen Märkten wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben. Teil davon ist der Einsatz von intellektuellen Eigentumsrechten. Für eine Untersuchung von langfristigen Unternehmensstrategien eignen sich Panelinformationen zum Patentierverhalten von Unternehmen. Darüber hinaus werden Patentdaten traditionell als Indikator für die Innovationstätigkeiten genutzt. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf spezifische Technologien wie beispielsweise CO2-sparende Technologien zum Klimaschutz oder für die Nutzung von Nanotechnologien in innovativen Werkstoffen.
Das Hauptziel dieses Projektes besteht in einer Zusammenführung des Mannheimer Unternehmenspanels (MUP) mit den OECD-Eurostat-Patentdaten (PATSTAT) und Daten des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA). Dabei soll der gesamte verfügbare Unternehmensdatenbestand mit den kompletten verfügbaren Patentdaten verknüpft und verfügbar gemacht werden. Es werden auf Unternehmensebene alle Wirtschaftszweige und Größenklassen einbezogen und auf der Ebenen der intellektuellen Eigentumsrechte alle Technologien und alle Patentanmelder. Eine regelmäßige Aktualisierung dieser Datenbank soll sie als Infrastrukturinstrument von allen Forschungsbereichen bereitstellen. Sie soll dazu dienen, Erkenntnisse über die Strategien der Grundgesamtheit aller deutschen Unternehmen bezüglich der Nutzung von intellektuellem Eigentum, vor allem von Patenten und Marken zu gewinnen.