Die Arbeitsgruppe, an der alle Forschungsbereichedes ZEW beteiligt waren, beschäftigte sich mit der Weiterentwicklung der traditionellen Regionalforschung zu der so genannten Neuen Regionenökonomik (New Economic Geography). Trotz starker Bezügezu früheren Arbeiten auf diesem Gebietzeichnet sich die Anfang der Neunzigerjahrewieder stärker in das Zentrum gerückte Regionenökonomikdurch eine Reihe von methodischenErweiterungen aus:

  • Integration der Industrie- und Arbeitsmarktökonomik,
  • Einbeziehung von Wachstums- und Außenhandelstheorien,
  • mikroökonomische Fundierung der Standortentscheidung auch von Mehrbetriebsunternehmen,
  • Beachtung von Informations- und Transaktionskosten.

Hierdurch eröffnen sich weit reichende Ansätzezur Erklärung von asymmetrischen Regionalentwicklungen,Clusterbildungen und des Wettbewerbs von Regionen um Unternehmen, Arbeitsplätze und Arbeitskräfte.Die Arbeitsgruppe untersuchte, inwieweit diese theoretischen Erweiterungen in Arbeiten des ZEW einfließen können und erarbeitete konkrete Projektideen, die teilweise auf bestehende Arbeiten zurückgreifen und nundie regionalen Aspekte in den Vordergrund stellen. Von Bedeutung sind dabei auch mögliche Querverbindungen zur Digital Economy.Die Weiterentwicklungen der Informations- und Kommunikationstechnologien sind wegen der Veränderung der räumlichen Transaktionskosten für regionale Entwicklungenvon wachsender Bedeutung.