Im Wesentlichen ging es bei den diesbezüglichen Aktivitäten zwischen EU-Partnern um den Austausch von Arbeiten zur nicht-CO2 Modellierung sowie um die Verfizierung der jeweiligen Ergebnisse.

Zwei Hauptanliegen können benannt werden:

1. Die aus dem GECS-Projekt hervorgegangenen Aktivitäten im Bereich der CO2 und nicht-CO2 Treibhausgasanalyse weiterzuverfolgen und auszuarbeiten.
Die Partner konnten ihre jeweiligen Ergebnisse aus den nicht-CO2 Modellierungsarbeiten sowie ihre Datenbankentwicklungen prüfen und durch gegenseitigen Austausch der bestehenden Modelle auch von Interaktionseffekten profitieren. Dies galt u.a. für das bottom-up Modell für Energiesysteme POLES, das angewandte allgemeine top-down Gleichgewichtsmodell PACE und das für den landwirtschaftlichen Sektor konzipierte Modell AGRIPOL. Insbesondere wurde der Frage nachgegangen, welche Rolle den nicht-CO2 Treibhausgasen sowie den Kohlenstoffsenken bei der Optimierung der hinsichtlich der Initiierung des Klimawandels durchzuführenden Politikmaßnahmen zuzuschreiben ist. Darüber hinaus bestand eine zentrale Fragestellung darin, die Implikationen von nicht-CO2 Emissionen und Kohlenstoffsenken bezüglich der EU-internen Lastenverteilung gemäß dem Kyoto-Protokoll sowie auch zukünftigen klimapolitischen Vereinbarungen einzuschätzen.

2. Die regelmäßige Anwesenheit der Netzwerk-Partner am "Energy Modelling Forum" (EMF) sicherzustellen, dessen Zielsetzung im Hinblick auf harmonisierte Szenarien und Planvorgaben darin besteht, diejenigen Strategien zu vergleichen und gegenüberzustellen, welche sich allein auf den Abbau des CO2-Ausstoßes beziehen oder aber einen multiplen Ansatz zur Minderung von Treibhausgasen (inklusive durch Kohlenstoffsenken) vorsehen. Die Teilnahme am EMF bot die Möglichkeit, bezüglich anderer Treibhausgase (Methan, Stickoxide, (H-)FKWs, SF6) sowie der Kohlenstoffspeicherung mehr über die verschiedenen Modellierungsansätze internationaler Expertenteams und schließlich die international verfügbaren Emissionsprojektionen und Abbaupotenziale zu erfahren. Regelmäßige Beiträge der Partner zu den nicht-CO2 Emissionen und Kohlenstoffsenken in der EU schufen die Voraussetzung zur Positionierung der EU im Kontext globaler mittel- und langfristiger Treibhausgasminderungsszenarien.