In der jüngsten Schuldenkrise im Euroraum hat sich gezeigt, dass mangelndes Vertrauen der Marktteilnehmer in die Tragbarkeit der Staatsverschuldung den Zugang der betreffenden Länder zum Kapitalmarkt gefährden kann. Zwar gibt es gute Argumente, die einen positiven Einfluss von Haushaltsregeln, wie etwa der deutschen Schuldenbremse, auf das Vertrauen der Marktteilnehmer erwarten lassen, jedoch existiert bisher kaum empirische Evidenz für einen kausalen Zusammenhang. Das Forschungsvorhaben zielt deshalb insbesondere darauf ab, diesen Nachweis zu erbringen. Weiterhin ist zu untersuchen, welche Eigenschaften nationale Schuldenregeln aufweisen müssen, um in der Lage zu sein, Vertrauenskrisen zu verhindern, und wie eine erfolgreiche regelgebundene Fiskalpolitik auf nationaler Ebene im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspakts ausgestaltet werden kann.