Das Projekt verfolgt vier Ziele:

  1. Quantitative Messung des Beitrags der Kreativwirtschaft für die österreichische Volkswirtschaft unter Berücksichtigung indirekter Effekte. Hierfür soll auf Basis der Input-Output-Rechnung ein Analyserahmen entwickelt werden, der die jährliche Fortschreibung der direkten und indirekten volkswirtschaftlichen Effekte in Bezug auf Beschäftigung, Wertschöpfung und Exporte erlaubt.
  2. Untersuchung der Bedeutung der Kreativwirtschaft für privatwirtschaftliche Unternehmen im Hinblick auf (a) die Motive, Erwartungen und Ergebnisse der Zusammenarbeit mit Kreativen und der Nutzung kreativer Vorleistungen, (b) die Barrieren einer Nutzung von Kreativleistungen und (c) die notwendigen Voraussetzungen für eine verstärkte Nutzung kreativer Vorleistungen.
  3. Untersuchung der Bedeutung der Kreativwirtschaft für öffentlicher Einrichtungen im Hinblick auf (a) das derzeitige Ausmaß des Einsatz kreativer Vorleistungen in unterschiedlichen öffentlichen Einrichtungen in Österreich (öffentliche Verwaltung i.e.S., Bildungssektor, Gesundheitssektor, Wirtschafts- und Tourismusförderung, ausgegliederte öffentliche Unternehmen, etc.), (b) die Möglichkeiten und Grenzen der Nachfrage nach Kreativleistungen im Rahmen der öffentlichen Beschaffung im internationalen Vergleich und (c) Ansatzpunkte für eine verstärkte Nutzung von Kreativleistungen durch die öffentliche Hand.
  4. Ableitung von Schlussfolgerungen und Empfehlungen für die Kreativwirtschaftspolitik in der Gesamtschau der Ergebnisse zu den o.a. Fragestellungen sowie zur ökonomischen Bedeutung und aktuellen konjunkturellen Entwicklung der Kreativwirtschaft.

Die empirischen Analysen kombinieren Auswertungen der amtlichen Statistik (Input-Output-Rechnung, Jahresrechnung Sektor Staat der VGR) mit eigenen Befragungen von Unternehmen. Dabei werden vier Gruppen von Unternehmen befragt: KundInnen und AuftraggeberInnen von Kreativwirtschaftsunternehmen, Unternehmen aus Branchen mit einem signifikanten Anteil an Kreativwirtschaftsvorleistungen, die derzeit nur in geringem Umfang oder gar nicht Kreativleistungen nutzen, öffentliche Unternehmen, die aufgrund ihrer Aktivitäten Kreativleistungen nachfragen könnten, und Kreativwirtschaftsunternehmen selbst.

Mit Hilfe von Fokusgruppen mit VertreterInnen öffentlicher Stellen werden die Potenziale, Grenzen und Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Kreativwirtschaftsunternehmen diskutiert.

Ausgewählte Publikationen

Monographien, Beiträge in Sammelbänden

Gassler, Helmut, Richard Sellner, Aliette Dörflinger, Cornelia Fürst, Karin Gavac, Kerstin Hölzl, Peter Voithofer, Bettina Müller und Christian Rammer (2015), Sechster Österreichischer Kreativwirtschaftsbericht, creativ wirtschaft austria, Wirtschaftskammer Österreich, Wien. Download