Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung von Konzepten zur Regulierung des Arbeitsmarktes. Dabei wird nicht auf einzelne Regelungen abgezielt, sondern das Regulierungssystem als ganzes betrachtet und insbesondere Wechselwirkungen zwischen einzelnen Bausteinen berücksichtigt. Zu diesem Zweck werden Elemente aus verschiedenen Regulierungsfeldern zu Regulierungsstrategien kombiniert, die Konsistenz im Hinblick auf eine oder mehrere vorgegebene Zielgrößen aufweisen. Als Ziele einer modernen Regulierung am Arbeitsmarkt sind im Rahmen des Projekts definiert: Beschäftigung, Chancengleichheit, Wohlstand, Sicherheit und Anpassungsfähigkeit des Arbeitsmarktes. Das Projekt gliedert sich in vier Teile: Zum einen werden verschiedene europäische Länder (Großbritannien, Niederlande, Österreich und Dänemark), die eine erfolgsreiche Arbeitsmarktregulierung aufweisen, charakterisiert und ihre Regulierungsstrategien analysiert. Zum anderen werden zu einzelnen Regulierungsfeldern (Arbeitslosenversicherung, Kündigungsschutz und Kombi-/Mindestlohn) in Fallstudien anhand von theoretischer und empirischer Evidenz Wirkungen auf die Regulierungsziele aufgezeigt, dabei wird detailliert auf Interaktionseffekte mit anderen Feldern und sonstigen institutionellen Regelungen eingegangen. Drittens werden in einer Meta-Analyse die Ergebnisse vorhandener Einzelfallstudien bezüglich der Wirkung verschiedener Regulierungsbausteine quantitativ ausgewertet. Schließlich werden Handlungsempfehlungen für eine zielorientierte Regulierung des Arbeitsmarktes abgeleitet und daraus alternative, in sich konsistente Regulierungsstrategien in Form von Bauplänen entwickelt.

Verwandte Veranstaltungen