Die Auseinandersetzungen über die Zuständigkeiten der EU sind mit der Finanz- und Wirtschaftskrise neu und heftiger denn je entfacht. Während von vielen EU-Befürwortern die Kompetenzen und Einflussbereiche der EU als zu gering eingeschätzt werden, um im Wettbewerb der Nationen bestehen zu können, vertreten zahlreiche EU-Kritiker die Ansicht, dass die Europäischen Institutionen bereits heute über einen zu großen Einflussbereich verfügen. Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, Möglichkeiten zu entwickeln, diese Diskussion zu versachlichen. Anhand überprüfbarer Kriterien soll die Frage beantwortet werden, wie eine optimale Verteilung der Aufgaben zwischen der EU und den Mitgliedstaaten unter den Bedingungen der Wirtschafts- und Währungsunion sowie neuer globaler Parameter aussehen sollte. Die Erstellung des Forschungsplanes ist dabei in zwei Hauptteile untergliedert. Im ersten Teil wird die bestehende Literatur, geordnet nach verschiedenen Theorien und wissenschaftlichen Disziplinen, aufgearbeitet. In zweiten Teil sollen dann verschiedene Analysemethoden und Messinstrumente identifiziert und hinsichtlich der späteren Verwertbarkeit in der Praxis klassifiziert werden.