Multinationale Unternehmen sehen sich heute zusehends der Herausforderung gegenüber, das Potential ihrer lokalen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (FuE) für den Gesamtkonzern nutzbar zu machen. Hierbei stellt sich die meist heterogene Organisationsstruktur mit ihren dezentralen FuE-Bereichen als Hürde zur Realisierung von Synergieeffekten dar und bindet wertvolle Ressourcen. Auf der anderen Seite verhindert die Heterogenität der Absatzmärkte zentralisierte Konzepte. Vor diesem Hintergrund bedarf es strategischer Managemententscheidungen, die Innovationsanstrengungen auf die Märkte konzentrieren, deren Nachfrage- und Marktbedingungen am geeignetsten sind, um ein Produktdesign hervorzubringen, das sich auf dem globalisierten Märkten als überlegen erweist (Lead Markets). Diese weitreichenden Weichenstellungen können nur auf Basis einer theoretisch fundierten Analyse getroffen werden.

Im Rahmen dieses Projekts wurden Ergebnisse der Innovationsforschung in konkreten FuE-spezifischen Fragestellungen umgesetzt. In Zusammenarbeit mit der DaimlerChrysler AG wurde die Lead-Market-Konzeption gezielt weiterentwickelt bezüglich seiner Anwendung auf funktionale Cluster. Für jede dieser Produktkategorien wurde eine differenzierte Lead Market Analyse durchgeführt, um den jeweiligen Pilotmarkt mit dem größten Potenzial zu bestimmen.

Im Ergebnis zeigt sich, dass eine relativ kleine, stabile Gruppe von Ländern die Lead Market Potenziale über alle Funktionscluster hinweg unter sich aufteilt.