Das Projekt fasste zunächst die grundlegenden Definitionskonzepte einer Kreislaufwirtschaft zusammen und verdeutlichte die Beziehung zu verwandten Konzepten, wie beispielsweise grünem Wachstum und Ökoinnovation. Als zweites hat das Projekt die Beschäftigungseffekte einer Kreislaufwirtschaft abgschätzt.Die Kreislaufwirtschaft fokussiert sich hauptsächlich auf die Kosteneinsparungen von Rohstoffen, Arbeit, Energie und Kapital, die in dem Produkt eingebettet sind. Für endliche Systeme ist vorgesehen, Abfallprodukte auszusondern. Hier wird eine wesentliche Differenzierung vorgenommen zwischen Verbrauchsgütern (einmalige oder mehrfache Nutzung) und Gebrauchsgütern (jahrelange Nutzung). Materialeinsparungen können erzielt werden, indem bereits etablierte Recycling- und Wiederaufbereitungsaktivitäten letztendlich auf eine „Null-Abfall-Ökonomie“ abzielen. Der Beitrag grüner Informations- und Kommunikationstechnik zu einem geringeren Materialeinsatz („digitale Revolution“, beispielsweise Fotos, die nicht mehr länger gedruckt sondern per Email oder über soziale Medien verbreitet werden), eine generell zunehmende Bedeutung von Dienstleistungen, die Evolution der Ökonomie des Teilens (z.B. Fahrgemeinschaften) sowie die erhöhte Nutzungsrate für Produkte der Kreislaufwirtschaft werden ebenfalls seit kurzem diskutiert. Detaillierte Konzepte eines grünen Wachstums der OECD, UNEP, EEA und dem Global Green Growth Institute wurden berücksichtigt. Grünes Wachstum bedeutet neben einer Förderung des Wirtschaftswachstums und der Entwicklung auch gleichzeitig die Wahrung von Naturgütern, welche weiterhin die Ressourcen und Umweltdienstleistungen bereitstellen, auf die unser Wohlbefinden angewiesen ist. Investitions- und Ökoinnovationsaktivitäten sollen neue, nachhaltigere Wachstums- und Entwicklungsquellen erzeugen. Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft kann als Instrument zur Erlangung einer ökologischen Wirtschaft verstanden werden. Eine Kreislaufwirtschaft ist demnach eine der Hauptkomponenten, die dazu beiträgt, eine Ökologisierung der Wirtschaft zu erreichen.

Projektzeitraum

23.02.2015 - 30.09.2015

Kontakt
Projektteam

Dr. Katrin Sommerfeld (Leitung)

Auftraggeber

Stiftungsfonds für Umweltökonomie und Nachhaltigkeit GmbH (SUN), Bonn, DE

Kooperationspartner

Prof. Dr. Jens Horbach, Augsburg, DE