Bezüglich der Ausgestaltung eines zukünftigen Klimaregimes auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zeichnen sich mit der Festlegung einer Obergrenze an erlaubten Emissionen und einer verstärkten Verfolgung des Einsatzes mengenorientierter Instrumente (Emissionshandel) zur Flexibilisierung der Zielerreichung erste Konturen ab. Es gibt jedoch noch eine Reihe ungelöster Fragestellungen, die von der Analyse der Anreizwirkungen unterschiedlicher Ausgestaltungsformen eines Emissionshandels über Fragen zum adäquaten Instrumentenmix (Anreizüberlagerungen) bis hin zu Überlegungen zur Transformation des bisherigen ordnungspolitischen Rahmens (Vermeidung von Friktionsverlusten) reichen. Die Klimapolitik nimmt im Forschungsbereich "Umwelt- und Ressourcenökonomik, Umweltmanagement" eine Querschnittsfunktion ein. Die Klimaplattform wurde genutzt, um die inhaltliche Koordination über die fünf Schwerpunkte der Abteilung auszubauen mit dem Ziel, der zunehmenden Bedeutung des Klimaschutzes als vorrangiges globales Umweltproblem besser Rechnung tragen zu können und noch zielgerichteter das vorhandene Wissen für Forschungsaktivitäten zu nutzen sowie die Forschung in diesem Bereich zu intensivieren. So wurden beispielsweise im Rahmen eines EU-Projektes qualitative (Policy Design) und quantitative (Modellrechnungen) Ansätze integriert. Die Ausgestaltung eines adäquaten Instrumentenmixes wurde unter Berücksichtigung von Transaktionskosten und Investitionsrisiken untersucht, indem diese auf Basis einer qualitativen Analyse in die Modelle eingearbeitet wurden, um bessere Aussagen hinsichtlich der optimalen Instrumentenwahl treffen zu können. Zudem wurden im Rahmen der Klimaplattform zwei Projekte (Vorstudie und Folgestudie) angestoßen, die sich mit der Einführung eines Emissionshandels im Verkehrssektor beschäftigen. Die Forschungsergebnisse des Bereiches zur Klimapolitik werden nun auch gebündelt im Internet dargestellt, um einen vereinfachten Zugriff zu ermöglichen. Durch die Einrichtung einer eigenen "Klimaseite" im Internet (Climate Platform) wird somit die inhaltliche Koordinierung unterstützt und nach außen sichtbar gemacht. Über die Climate Platform wird u.a. auch eine interaktive Nutzung der vorhandenen Modelle ermöglicht. Die Climate Platform ist zu finden unter climate.zew.de