Lange Zeit fokussierte sich die Fusionskontrolle von Wettbewerbsbehörden mehr oder weniger ausschließlich auf den Erwerb von Unternehmensmehrheiten bzw. - zusammenschlüssen während Minderheitsbeteiligungen als wettbewerbspolitisch unproblematisch angesehen wurden. Erst in jüngerer Zeit sieht sich diese Sichtweise herausgefordert – nicht zuletzt durch mögliche kartellstabilisierende Effekte von Minderheitsbeteiligungen – die letztlich eine Ausweitung der Fusionskontrolle auf solche Minderheitsbeteiligungen nahelegen. Vor diesem Hintergrund soll im Rahmen des Projekts ein möglicher Zusammenhang zwischen Minderheitsbeteiligungen und wettbewerbsschädlichem Verhalten theoretisch und empirisch untersucht werden.