Ziel des Projekts war die Analyse der Internationalisierung deutscher IKT-Unternehmen, die Identifikation der für deutsche Unternehmen relevanten Auslandsmärkte und Marktsegmente und der wesentlichen Problemfelder beim Internationalisierungsprozess. Hierzu wurden bestehende Datensätze auf Unternehmens-, Branchen- und Länderebene ausgewertet. Eine repräsentative Befragung bei IKT-Unternehmen in Deutschland lieferte zudem aktuelle Informationen über den Stand der Internationalisierung in der deutschen IKT-Branche.

Die Ergebnisse trugen dazu bei, Politikansätze zur Förderung und Verbesserung der Internationalisierung und des Wachstums deutscher IKT-Unternehmen, insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), zu entwickeln und auszugestalten.

Zentrale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Internationalisierung deutscher IKT-Unternehmen sind der Innovationsvorsprung der eigenen Produkte und Dienstleistungen, hochqualifizierte Mitarbeiter im Unternehmen sowie eine maßgeschneiderte Anpassung der Produkte und Dienstleistungen an die Bedürfnisse des Zielmarktes. Mit der Internationalisierung möchten deutsche IKT-Unternehmen vor allem neue Absatzmärkte erschließen, den Anschluss an die Wettbewerber halten sowie inländische Kunden bei deren Auslandsaktivitäten begleiten. Kostensenkungsmotive spielen dagegen eine untergeordnete Rolle.

Für IKT-Unternehmen, die neu ins Auslandsgeschäft einsteigen oder ihre Auslandsaktivitäten intensivieren möchten, stellen die hohen Kosten der Markterschließung sowie die fehlende Nachfrage nach den eigenen Produkten und Dienstleistungen die größten Hemmnisse für die Auslandsaktivität dar. Für bereits im Ausland aktive Unternehmen sind die Gefahr der Produktpiraterie beziehungsweise fehlende effektive Schutzmöglichkeiten für geistiges Eigentum die größten Hemmnisse.

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