Dieses Projekt dient dazu einige Merkmale des derzeitigen Besteuerungssystems detailliert zu analysieren und einige Vorgehensweisen zu identifizieren, die multinationale Unternehmen anwenden, um Schlupflöcher im System für ihre Steuerplanung zu nutzen. Beispielsweise soll dargelegt werden wie multinationale Unternehmen durch Zahlung von Lizenzgebühren oder Zinszahlungen eine Gewinnverschiebung erzielen. Nach empirischer Bestimmung des Ausmaßes und der Bedeutung dieser Aspekte, können konkrete Vorschläge für politische Maßnahmen erarbeitet werden. Diese können dabei helfen die bestehenden Steuerregelungen zu optimieren oder neue Regelungen zu entwickeln. Weiterhin soll im Rahmen dieses Forschungsprojektes die Wirksamkeit der Gegenmaßnahmen gegen die Gewinnverschiebung untersucht werden. Zum Beispiel wird analysiert welche Auswirkungen die internationale Einführung von strengen Verrechnungspreisregelungen und Begrenzungen der Abzugsfähigkeit von Zinsen hervorruft. Diese Fragestellungen sind nicht nur im Rahmen der aktuellen Debatte zur Gewinnverkürzung und Gewinnverschiebung (BEPS) der OECD, G20, der Europäischen Kommission und vielen weiteren äußerst relevant, sondern sind auch von hoher Bedeutsamkeit für die zukünftige Optimierung des Steuersystems.