Die Erfassung der technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands mit Hilfe eines umfassenden Indikatorensystems stellt einen zentralen Bestandteil der jährlichen Berichterstattung der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) zum Stand von Forschung, Technologie und Innovation in Deutschland dar. Das ZEW beteiligt sich an der Entwicklung, Messung und Analyse solcher Indikatoren im Themenbereich Gründungen. Im Projekt zum Themenbereich Unternehmensdynamik wird das Gründungsgeschehen im Bereich der Wissenswirtschaft (forschungs- und wissensintensive Wirtschaftszweige) in Deutschland sowie die Entwicklung des Unternehmensbestandes, einschließlich der Schließungen von Unternehmen anhand von Indikatoren erfasst und im Zeitablauf und international verglichen. Als Indikatoren werden Gründungs- und Schließungsraten, der Unternehmensumschlag und die Veränderung des Unternehmensbestands verwendet. Weiterhin wird untersucht, wie sich die rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen für die Gründung eines Unternehmens in Deutschland und einer Reihe europäischer und nicht-europäischer Länder seit 2003 entwickelt haben. Daten zu Deutschland werden aus dem Mannheimer Unternehmenspanel (MUP) gewonnen, Daten zu anderen europäischen Ländern aus der Unternehmensdemographiestatistik von Eurostat. Für die Analyse der rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen wird auf die Doing Business-Datenbank der Weltbank zurückgegriffen.

In einer Zusatzauswertung wird der Frage nachgegangen, wie weit verbreitet Übernahmen von jungen innovativen Unternehmen als Innovationsstrategie unter deutschen Unternehmen sind und in welchen Branchen diese Übernahmen vorrangig auftreten. Als Datenbasis hierfür dient wiederum das MUP, in dem die ab dem Jahr 2000 verschmolzenen Unternehmen identifiziert werden. Um innovative Unternehmen zu identifizieren, werden Informationen zu Patenten aus der Patstat-Datenbank des Europäischen Patentamts an das MUP herangespielt.