Hybrides Kapital stellt in Form von Genuss-Scheinen eine Art der Unternehmensfinanzierung dar, die in Deutschland eine lange Tradition hat. Genuss-Scheine sind dadurch gekennzeichnet, dass sie einem Nichtgesellschafter typische gesellschaftliche Vermögensrechte zugestanden werden, wie beispielsweise die Partizipation am Gewinn, am Liquidationserlös oder am Unternehmenswert der Gesellschaft. Genuss-Scheine stellen damit eine spezielle Form von hybridem oder mezzaninem Kapital dar, da sie sowohl Eigenkapital als auch Fremdkapitaleigenschaften aufweisen. Das Projekt beinhaltet eine umfassende Analyse und Bewertung von allen wichtigen Formen von hybridem Kapital aus Emittenten- und Investorensicht. Insbesondere sollen Bewertungsformeln entwickelt und das Verhalten der fairen Kurse von hybridem Kapital empirisch untersucht werden. Das Projekt setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der erste Projektteil umfasst eine grundlegende Darstellung der verschiedenen Varianten von hybridem Kapital sowie eine umfassende Marktübersicht. Darüber hinaus soll auf relevante Kapitalmarktaspekte, Fragen der Bilanzierung (HGB; IAS) sowie Auswirkungen der Basel II-Regeln eingegangen werden. Der darauf aufbauende zweite Projektteil besteht aus den folgenden drei Abschnitten: Entwicklung von Bewertungsmodellen, Analyse der theoretischen Wertentwicklung auf Basis unterschiedlicher Szenarios zur Unternehmensentwicklung, Untersuchung der Risiko- und Renditebeiträge zu typischen Anlegerportfolios. Das Projekt soll damit wichtige Fragen klären, die sowohl aus wissenschaftlicher als auch praktischer Sicht von großem Interesse sind. Insbesondere soll untersucht werden, welche Ausgestaltungsmerkmale aus Investoren- und Emittentensicht besonders wichtig sind und wie sich der faire Preis für die verschieden sinnvollen Varianten von hybridem Kapital ermitteln lässt. Damit soll dieses Projekt auch einen Beitrag zur stärkeren Standardisierung des Marktes für hybrides Kapital leisten.