Während Politik und Experten sich bei ihren Reformempfehlungen zur Fortentwicklung des Steuer- und Sozialsystems stark von Effizienzüberlegungen leiten lassen, dominieren in der öffentlichen Debatte oftmals Gerechtigkeitserwägungen. Auch wenn bestimmte Reformen durchaus als effizient gelten, stoßen sie in der Regel auf Ablehnung, wenn ihre Folgen als unfair wahrgenommen werden. Dies gilt insbesondere für Steuerreformen, wie dies die häufig negativen Reaktionen auf die Abschaffung von Steuervergünstigungen oder die Unternehmenssteuerreform zeigen. Ziel der Studie ist es, über experimentelle Ansätze und über die ökonometrische Analyse von Umfragedaten die Bestimmungsgründe für die Fairness-Perzeption von Reformen zu identifizieren.