Im Zuge der strukturellen Veränderungen der Wirtschaft verzeichnen gerade die produktionsnahen Dienstleister ein überdurchschnittliches Wachstum und gewinnen als Produkt- und Ideenlieferant für andere Unternehmen, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, an Bedeutung. Innovative und forschende produktionsnahe Dienstleister können auch in Ostdeutschland zum Treibriemen des technischen Wandels werden, der die Exportfähigkeit und Internationalisierung der Unternehmen unterstützt. In der Folge können schließlich Arbeitsplätze sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor geschaffen und gesichert werden. Die Forschungs- und Technologiepolitik der letzten Jahre trug dazu bei, ostdeutschen Unternehmen eine hohe Innovationsintensität zu ermöglichen. Die vorliegenden Informationen zeigen eine hohe Wirksamkeit der Förderung auf der Inputseite, sodass die FuE-Potenziale ostdeutscher produktionsnaher Dienstleister an diejenigen ihrer westdeutschen Pendants herankommen. Zu den Stärken ostdeutscher Dienstleister gehört das Engagement in regionalen Innovationsnetzwerken. Dazu zählt unter anderem eine relativ hohe Kooperationsneigung und dies insbesondere mit wissenschaftlichen Einrichtungen. Dies deutet auf hohes nutzbares Humankapital hin. Allerdings sind bei der Umsetzung dieser Potenziale, gemessen an Indikatoren wie Umsatz und Export, noch einige Hürden zu nehmen. Die Positionierung am Markt und der Aufbau von Wettbewerbsvorteilen erfordern Zeit sowie Managementerfahrung und stellen eine Reihe ostdeutscher Unternehmen vor ernste Probleme. Auf dem Weg zu einer sich selbst tragenden wirtschaftlichen Basis kann die Forschungs- und Innovationsförderung Hilfestellung geben. Jedoch kann sie bei unternehmerischen Aufgaben nur bedingt helfen, da die Verantwortung für eine erfolgreiche überregionale und internationale Vermarktung der Ideen bei den Unternehmen liegt.

Ausgewählte Publikationen

Beiträge in referierten Fachzeitschriften

Projektzeitraum

01.07.1998 - 31.08.1999

Kontakt
Kooperationspartner

Dr. Herbert Berteit, Dr. Siegfried Ransch, Sozialökonomische Strukturanalysen GmbH, Berlin, DE
Dr. Reinhard Schüssler, Prognos AG, Basel, CH
Prof. Dr. Alfred Spielkamp, Fachhochschule Gelsenkirchen, Gelsenkirchen, DE