Auf Märkten für Emissionsrechte treten bisweilen erhebliche Preisschwankungen auf. In der Vergangenheit hat sich das beispielsweise am US-amerikanischen Regional Clean Air Incentives Market (RECLAIM) für NOx Emissionsrechte gezeigt. Mit verursacht durch die Energiekrise in Kalifornien im Herbst 2000 schoss der Preisindex innerhalb einiger Monate von wenigen tausend auf über 90.000 Dollar nach oben. Unter den vielfältigen Gründen für starke Schwankungen der Emissionspreise nehmen politische oder regulatorische Eingriffe eine Sonderstellung ein, insbesondere, wenn sie das institutionelle Design der Emissionsmärkte direkt betreffen. Dies gilt ebenso für die noch jungen Kohlendioxydmärkte innerhalb der EU oder auch für den globalen Markt im Rahmen des Kyoto-Protokolls. In der Folge des europaweiten Emissionshandels sind über 10.000 Unternehmen zu Besitzern dieser neuen Wertpapiere geworden. Sie sind damit gezwungen, sich den mit diesem Besitz verbundenen Herausforderungen zu stellen. In vielen Fällen entsteht die Notwendigkeit, sich gegen starke Kursschwankungen abzusichern. Es war das Hauptziel dieses Projektes, zu untersuchen, worin sich die Märkte für Emissionszertifikate von anderen organisierten Märkten (Aktien, Finanzderivate, Strom, etc.) unterscheiden, welche Rolle Finanzmarktinstrumente in diesem Zusammenhang spielen können (z.B. Risikoabsicherung), und ob und wie sie sich nutzen lassen um die Emissionsmärkte sinnvoll zu vervollständigen. Die Studie sollte sich dabei auf Emissionszertifikate für CO2, NOx und evtl. auch SO2 konzentrieren.Das Verstärkungsfondsprojekt wurde im Verbund vom FB Finanzmärkte zusammen mit dem FB Umwelt bearbeitet.